Udo Marquardt – Spaziergänge mit Sokrates. Große Denker und die kleinen Dinge des Lebens

Udo Marquardt
Spaziergänge mit Sokrates. Große Denker und die kleinen Dinge des Lebens
circa 485.000 battute

Che rapporto c’è tra il passeggiare e la filosofia?* E tra la prima colazione e la Weltanschauung?** E che sciocchi a pensare che la televisione sia una invenzione del XX secolo, è roba (concettualmente) vecchia, si va indietro di più di duemila anni.***
Marquardt propone qui alcune digressioni filosofiche né brutte né belle, agganciandole a varie quotidianità, con risultati alterni. Non si va mai molto oltre le amenità oziose e a volte il legame tra i kleinen Dinge des Lebens e i grandi pensatori è un po’ tirato per i capelli. Complessivamente un testo inutile e poco attraente.
Bisogna però tener conto che da quel che so in Germania la filosofia non è materia d’insegnamento alle superiori e che come conseguenza vi è una crescente richiesta del pubblico di testi introduttivi a questa disciplina. Considerandolo da questo punto di vista il testo di Marquardt assume tutto un altro valore, che però escludo possa conservare nel mercato italiano.

* «Philosophie also nicht als staubtrockene Arbeit in der Bibliothek, sondern als Spiel der Gedanken beim Spazierengehen. […] Es ist nicht wichtig daß solche Spazierengänge ein Ergebnis haben. […] Wichtig ist allein, sich auf den Weg zu einer Antwort zu machen. Denn der Weg ist in diesem Fall das Ziel: die Philosophie» (p. 10). «Gehen hilft beim Denken. Diese Einsicht ist fast so alt, wie die europäische Philosophie. Was man nicht im Kopf hat, muß man in die Beinen haben. Um die Gedanken aus den Beinen in den Kopf zu bekommen, sind viele Philosophen begeisterte und ausdauernde Spaziergänger. Das war schon im alten Griechenland so […]» (p. 11). D’altra parte «[…]Sokrates ein Stadtmensch ist. […] Sokrates ist kein Spaziergänger, der Entspannung und Ruhe zum Nachdenken in der Natur sucht. Er ist ein Flaneur, eine typiche Erscheinung der Stadt» (p. 14). È «Aristoteles, ein Schüler der platonische Akademie, der das Gehen beim Denken zur Method erhebt» e non è cosa da poco: «Es ist kein Zufall, daß gerade Aristoteles das gehen zur Lehrmethod macht. Denn Veränderung oder Bewegung (griechisch kinesis) ist ein zentraler Begriff seiner Philosophie. […] Unbewegt ist allein Gott. […] Mit Aristoteles ist Bewegung in die Philosophie gekommen» (pp. 16-17).
Non possono mancare Kant con la sua quotidiana passeggiata (p. 19) e neppure Nietzsche: «Im Winter 1887/88 geht Nietzsche in Nizza jeden Tag vier Stunden spazieren» (p. 21). Heidegger: «Bücher von ihm tragen Titel wie Holzwege oder Wegmarken. Und als Motto steht vor seiner Gesamtausgabe “Wege nicht Werke”» (p. 24).

** «Kaffee oder Tee zum Frühstück? Das ist mehr als eine Geschmacksfrage. Es ist ein philosophisches Problem. Die Wahl des Getrankes beruht auf unserem Verhältnis zur Zeit. Wer Kaffee trinkt, für den ist die Zeit ein Pfeil. Sie läßt sich nicht umkehren. Es gilt, die Gelegenheit beim Schopf zu packen» (p. 84).

*** «Die Behaptung, das Fernsehen sei im 20. Jahrhundert erfunden worden, ist falsch. Tatsächlich ist das Fernsehen über 2000 Jahre alt. Den ältesten Bericht darüber hat uns der Philosoph Platon überliefert. […] Der Bericht findet sich in dem Dialog Der Staat […]» (p. 27). «Die Erfahrung, die sich hier anzeigt, besagt: Das Fernsehen ist besser als die Wirklichkeit. Der Mensch auf dem Bildschirm ist schöner, klüger, reicher als der Mensch vor dem Bildschirm. Selbst die Waschmittel in den Werbespots waschen besser als daheim. Weil das so ist, sehnen wir uns danach, so zu leben wie im Fernsehen. Aber das ist unmöglich» (p. 28).

Andrea Antonini
(11 gennaio 2000)
copyright © Andrea Antonini